
Wümme – Lesum – Hamme – Rundfahrt
Eine e-bike-Tour entlang der Wasserwege im Bremer Norden
Nachdem wir die meisten Radwege südlich von Bremen schon „erfahren“ haben, müssen wir den Radius erweitern. Für einige Touren sind wir schon mit der Bahn angereist. Bei anderen ist es aber schwieriger. Ein Fahrradträger auf der Anhängerkupplung ist dann schon hilfreich. Also, Anreise für diese Tour mit dem Auto.
Die Tour startet am P+R-Parkplatz in Bremen-Borgfeld. Der Fahrradträger des Autos ragt etwas in den Fahrweg hinein. Rückwärts einparken wäre besser, damit der Träger über der Grünfläche steht. Also nochmals kurz umparken.
Am Anfang ist es noch etwas frisch, aber der Frühnebel verzieht sich und es wird wieder sommerlich. Über den Jan-Reiners-Weg geht es zum Borgfelder Deich und anschließend auf den Lehester Deich nach Oberblockland.






Info zum Kuhgraben bei Wikipedia:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Kuhgraben_(Bremen)
Das Landhaus Kuhsiel ist an diesem Sonntag bei bestem Wetter gut besucht. Über die automatische Schleuse gelangen Kanufahrer vom Kuhgraben in die Wümme. Zwischen den Deichen (auf der nördlichen, der niedersächsischen Seite ist es der Truperdeich ) schlängelt sich die Wümme Richtung Lesum. Auf dem Deich ist viel los. Eine Veranstaltung des Heimatvereins Blockland mit Oldtimertreffen und buntem Programm lockt viele Besucher an. Viele Trecker und Oldtimer kommen mir entgegen. An jeder Biegung und an vielen Häusern könnte ich anhalten und fotografieren.


Kurz vor der „Mündung“ der Wümme in die Lesum liegt auf einer alten Düne die Kirche Wasserhorst. Das ehemalige Kirchdorf erhielt seinen Namen da die Kirche bei Hochwasser aus dem Wasser heraus ragte (Wie ein Adlerhorst). Die Kirche wurden 1185 erstmalig erwähnt. Die jetzige barocke Kirche wurde 1743 gebaut; der quadratische Westturm ist wesentlich älter. Heute gehört der Ort zum Bremer Stadtteil Blockland. Kirche und Gemeindehaus stehen seit 1973 unter Denkmalschutz.






Info zu Wasserhorst bei Wikipedia:
- https://de.wikipedia.org/wiki/Evangelische_Kirche_Wasserhorst
- https://de.wikipedia.org/wiki/Pfarrhaus_Wasserhorst
- https://de.wikipedia.org/wiki/Blockland.
Nach dem Zusammenfluss von Hamme und Wümme müssen beide ihre Namen abgeben, von dort an heisst der Fluss Lesum. Kurz vor der Autobahnbrücke kommt von links das Maschinenfleet. Es dient der Entwässerung des Blocklandes. Vom alten Schöpfwerk steht noch eine Außenwand. Einige Maschinenteile liegen als Schauobjekte davor.


Info zum Schöpfwerk Wasserhorst und dem Maschinenfleet bei Wikipedia:
• https://de.wikipedia.org/wiki/Maschinenfleet#Entwässerungsanstalt_und_Maschinenfleet
Unter Autobahn und Eisenbahn hindurch geht es auf dem Deich entlang der Lesum. Wassersportvereine haben hier ihre Stege, an denen viele Sportboote liegen. Am Lesumsperrwerk wechsle ich auf die rechte Seite und fahre nach Vegesack. Von den großen Bremer Werften sind hier nur die Lürssen-Werft, Fassmer sowie Abeking und Rasmussen übrig geblieben, und das auf der niedersächsischen Seite – in Lemwerder.


Ich fahre entlang der Vegesacker Weserpromenade vorbei am Stadtgarten Vegesack und dann durch Vegesack wieder zurück zur Lesum. Auf der rechten Lesum-Seite fahre ich jetzt Richtung Ritterhude. Der Weg führt vorbei an vielen prachtvollen Häusern und Gärten und dem Knoops Park. Meine Tour hatte ich entlang des Uferweges der Hamme geplant, aber eine Umleitung (Baustelle) führte mich durch Ritterhude hindurch. Über die Hammebrücke geht es dann auf die linke Flussseite. Vorbei an der Schleuse Ritterhude geht die Fahrt jetzt in die Hamme-Niederung. Ein Teil der Strecke führt an einer stark befahrenen Landstraße entlang. Eine Unterführung an der Hamme Brücke bringt mich wieder auf den Uferweg.






Dieser Abschnitt der Hamme ist ideales Revier für Kanufahrer und Stand-up Paddler. Vorbei an der Melchers Brücke fahre ich weiter bis zur Semkenfahrt, einem alten Entwässerungs- und Torfschifferkanal. Im Naturressort „Land of Green“ kann man Kanus leihen und auf den Kanälen paddeln.




Infos zur Semkenfahrt bei Wikipedia:
Mein Weg führt mich weiter, der Semkenfahrt entlang, nach Lilienthal bis zur Wörpe, einem Nebenfluss der Wümme. Diese folge bis zum Lilienthaler Truperdeich. Entlang der Hauptstrasse geht es zur Landesgrenze und zur Borgfelder Allee. Ich werfe noch einen kurzen Blick auf das Telescopium, dann bin ich wieder auf dem P+R-Parkplatz der Bremer Strassenbahn.
Infos zur Sternwarte in Lilienthal:
Die Tour führte entlang der Hauptwasserwege im Bremer Norden:
- Wümme
- Kuhgraben
- Maschinenfleet
- Lesum
- Weser
- Hamme
- Semkenfahrt
Die Entwässerung und Urbarmachung des Moorregion erfolgte über diese Wasserläufe. Über sie brachten die Bauern aus dem Teufelsmoor ihre Produkte nach Bremen. Lange Zeit war Torf aus dem Teufelsmoor der Energieträger für die Bremer Haushalte. Neben der immer noch betriebenen Landwirtschaft, ist dieser Bereich inzwischen auch ein beliebtes Naherholungsgebiet für die Bremer. Einige Bereich sind inzwischen Landschaftsschutzgebiete und manche werden wieder renaturiert.
Die Fahrradtour ging über eine Strecke von 68 km. Die reine Fahrzeit betrug 3:31 Stunden bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 19,2 km/h. Der ganze Streckenverlauf ist bei Komoot einsehbar.