
Das Havelland ist eine Landschaft zwischen Wasser und Weite, geprägt von der Havel, stillen Seen, alten Alleen, historischen Städten und eindrucksvollen Schlössern. Auf unserer Reise begegnen sich Natur und Geschichte immer wieder – manchmal verborgen in kleinen Dörfern und Uferweglen, manchmal sichtbar in den historischen Stadtbildern und Schlossanlagen.
Unsere Fahrradtouren im Mai 2026 folgten ein Stück weit diesen Spuren. Von Brandenburg an der Havel über Neuruppin und Rheinsberg bis zu den Schlössern und Landschaften entlang der Havel entstanden dabei ganz eigene Eindrücke.
Für eine Reise auf Fontanes Spuren ist Brandenburg ein passender Ausgangs- und Orientierungspunkt: Fontane widmete dem Havelland einen eigenen Band seiner „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ und betrachtete Landschaft und Geschichte stets als miteinander verbunden.
Also wählten wir die Stadt als Ausgangspunkt für unsere Fahrradtouren entlang der Havel und der Seenlandschaft im Südwesten von Berlin.
Brandenburg an der Havel
– Die Wiege der Mark
Brandenburg an der Havel ist einer jener Orte, an denen die Geschichte Brandenburgs besonders unmittelbar spürbar wird. Bereits die slawischen Heveller hatten hier ihren Fürstensitz. 928/929 eroberte König Heinrich I. die Brandenburg; 948 wurde das Bistum Brandenburg gegründet. Aus den drei historischen Bereichen – Altstadt, Neustadt und Dominsel – entwickelte sich die über tausendjährige Stadt, die schließlich dem gesamten Land Brandenburg ihren Namen gab.
(Quelle: Brandenburg)
Das eindrucksvollste Zeugnis dieser Vergangenheit ist der Dom St. Peter und Paul auf der Dominsel. Dazu kommen die mächtigen Backsteinkirchen St. Katharinen und St. Gotthardt, das Altstädtische Rathaus mit dem Roland und das ehemalige Paulikloster. Auch die Industriekultur gehört zur Geschichte der Stadt: Brandenburg entwickelte sich im 19. und 20. Jahrhundert zu einem bedeutenden Industriezentrum.
(Stadt Brandenburg)
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Brandenburg von Zerstörungen, Wiederaufbau und den politischen Veränderungen in der sowjetischen Besatzungszone und später der DDR geprägt. Die Stadt entwickelte sich zu einem bedeutenden Industriestandort; insbesondere die Stahlindustrie bestimmte über Jahrzehnte das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben. Nach der deutschen Wiedervereinigung veränderte sich das Stadtbild erneut. Historische Gebäude wurden restauriert, während Teile der Industrie an Bedeutung verloren.
Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören der Dom St. Peter und Paul auf der Dominsel, die St. Katharinenkirche, die St. Gotthardtkirche und das Altstädtische Rathaus mit dem Roland. Sehenswert sind außerdem das Archäologische Landesmuseum, das Industriemuseum Brandenburg, die Jahrtausendbrücke sowie die zahlreichen Wasserläufe und Seen rund um die Stadt.
Heute verbindet Brandenburg Geschichte, Kultur und Wasserlandschaft. Die Havel mit ihren Seen prägt das Stadtbild und macht die Stadt zu einem beliebten Ziel für Radfahrer, Wassersportler und Ausflügler.


Altstädtisches Rathaus


Jahrtausendbrücke
















Friedenswarte auf dem Marienberg
Die Schifffahrt auf der Havel spielte für Brandenburg an der Havel über viele Jahrhunderte eine zentrale Rolle. Sie war nicht nur ein Transportweg, sondern ein wesentlicher Grund dafür, dass sich die Stadt zu einem Handels-, Gewerbe- und später Industriestandort entwickeln konnte.






Havelschifffahrt


„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos.“ – Loriot










In Brandenburg erinnern gehörnte, plattnasige Waldmöpse mit Ringelschwänzen an Loriot. Die etwa 50 Zentimeter großen Bronzefiguren sitzen, stehen, schlafen, schnüffeln und heben das Bein. Sie tummeln sich in der ganzen Stadt.
Loriot (eigentlich Vicco von Bülow) wurde1923 in Brandenburg an der Havel geboren.
Sowjetischer Soldatenfriedhof
In vielen Orten der ehemaligen DDR wird an die den Kampf der Roten Armee im Zweiten Weltkrieg erinnert. Im Zentrum der Stadt befindet sich dieser Friedhof
Sofort nach Kriegsende im Jahr 1945 wurde in der Grabenpromenade in unmittelbarer Nähe des Steintorturms ein sowjetischer Ehrenfriedhof angelegt. Auf dem Friedhof wurden 183 sowjetische Soldaten bestattet.








Ehemaliges Stadtbad
Das ehemalige Stadtbad gehört zu den herausragenden Bauwerken der Klassischen Moderne in Brandenburg. Errichtet wurde es zwischen 1928 und 1930. In Jahr 2000 wurde der Badebetrieb eingestellt. Es wird jetzt für kulturelle Veranstaltungen genutzt.
https://www.leonlenk.de/stadtbad-brandenburg/


Licht-Kraft-Wärme
Hier stehen die drei Figuren über dem Eingang der ehemaligen Verwaltung des Elektrizitätswerk Brandenburg.
Das Gebäude wurde1929 eröffnet. Mit seiner klaren, offenen Formensprache ist die Architektur ein Zeichen der Moderne in einer wachsenden Industriestadt der 1920er Jahre. Nach der Sanierung befinden sich hier jetzt Läden, Büroflächen und Gastronomieangebote.




Weitere Beiträge sind in Vorbereitung
Alle Touren bei Komoot:
https://www.komoot.com/de-de/collection/4136807/-havelland-2026
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